Selina Büchel gewinnt Bronze an der U23-EM

Das Schweizer Team hat an der U23-EM in Tampere (Fi) Grund zum Jubel: Die 800-m-Spezialistin Selina Büchel (KTV Bütschwil) lief als Dritte aufs Podest und gewann die erst vierte Schweizer Medaille an einer U23-EM.

Was für eine Sensation: Die St. Gallerin Selina Büchel erläuft sich an der U23-EM die Bronzemedaille. Frech wie eh und je hält sie sich immer an der Spitze des Feldes auf und als sie 100 m vor dem Ziel eine Russin zu überholen droht, erkämpft sie sich noch einmal den entscheidenden Vorsprung.

Um aufs Podest zu laufen bedurfte es einer Topleistung. Büchel verbesserte ihre persönliche Bestleistung unter freiem Himmel auf 2:02,74 Minuten. Nur an der Hallen-EM in Göteborg (Sd) war sie mit 2:01,64 noch schneller. Umso erstaunlicher die Leistung der 22-Jährigen wenn man bedenkt, dass es angesichts der starken Konkurrenz kein Selbstläufer war, überhaupt in den Final zu kommen.

Büchels Medaille ist erst die vierte für Swiss Athletics bei einer U23-EM. Vor ihr hatten André Bucher (800 m/1997), Marcel Schelbert (400 m Hürden/1997) und Lisa Urech (100 m Hürden/2011) jeweils Silber geholt.

„Froh, dass ich so geplant habe“
Selina Büchel spricht von einer „mega Befriedigung“, dass ihre Saisonplanung so ausgezeichnet aufgegangen ist. „Ich bin froh, dass ich so geplant habe, mit der U23-EM als Höhepunkt. Hier wollte ich in Bestform sein, das hat perfekt geklappt. Wenn ich auf die Limite für die WM in Moskau angesprochen wurde, liess ich mich nicht aus der Ruhe bringen.“ Ob sie bis zum Ende der Qualifikationsperiode am 28. Juli die WM-B-Limite (2:01,50) noch angreifen wird, lässt die Toggenburgerin bis auf weiteres offen.

Auf ihre Vorgänger als Medaillengewinner an einer U23-EM angesprochen, sagt Büchel: „Das tönt gut, aber ich brauche noch etwas Zeit bis ich verstehe, was ich hier geschafft habe.“ Sie freue sich sehr über diese Medaille bei den U23, sei sich jedoch bewusst, dass es zu den Aktiven noch ein grosser Schritt sei.

Das Rennen an sich ging aus ihrer Sicht optimal auf. „Bahn 1 war keine gute Ausgangslage. Ich erwischte dann aber eine gute Position auf der Innenbahn. Als die anderen Läuferinnen aussen vorbeikamen, blieb ich ruhig. 300 m vor dem Ziel ging die Post ab, da konnte ich an der vor mir positionierten Ukrainerin dran bleiben. Hätte sie nicht mehr zusetzen können, wäre es für mich schwierig geworden.“ Auch bei einem Sturz nach 400 m kam Büchel unversehrt davon. Deshalb betont sie: „In solchen Rennen braucht man auch das nötige Glück.“

Quelle Text: http://www.swiss-athletics.ch

Sportaktuell-Beitrag (ab 19.35 Minuten)
European Athletics Live TV (ab 3:15:03)

Selina Büchel wird empfangen

Athleten, Trainer, Familienangehörige, Freunde und Bekannte haben Selina Büchel am Bahnhof Bütschwil empfangen und gratulieren ihr zu diesem tollen Erfolg!!!

Fotos zum Empfang in der Bildergalerie


Weitere Infos zu Selina Büchel: http://www.selina-buechel.ch


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